Satsang mit Oliver - Fragen und Antworten 41-45 |
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Warum werden wir von Madhukar und anderen mit unnötigem Entertainment von unserer Freiheit weggerückt? Wie sollen wir von einem Fahrlehrer Autofahren lernen, der noch nicht darauf gekommen ist, dass das Auto von alleine fährt? |
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Mit dem gleichen Argument könnte man sagen, dass du mit vielen unnötigen Wörtern meiner unnötigen Webseite von deiner Freiheit weggerückt wirst. Du musst nichts lernen, um das zu werden, was du schon bist. Lernen ist gut für den Verstand und der hat hier nichts verloren. |
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Sind Beziehungen mit einem (am besten mit beiden!) essentiell verwirklichten Partnern im Vergleich zu "normalen" Beziehungen im Vorteil, weil Einheit eh alles akzeptiert, wie es ist und weil quasi der "wissende" Partner immer nachgibt? |
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Ich muss mal meine Frau fragen, ob sie erleuchtet ist. Nein, Quatsch. Einheit akzeptiert alles, Menschen nicht. Einheit kann keine Beziehungen eingehen, Menschen schon. Aus meiner Erfahrung kann ich generell sagen, dass mit dem Erlöschen der persönlichen Identifikation mehr Ehrlichkeit und Authentizität da ist. Dies kann auf eine Beziehung natürlich die unterschiedlichsten Auswirkungen haben. |
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Wie können wir die Ozean-Metapher auf die vorhergehende Frage anwenden? Was ist der Ozean, wer sind die Wellen? |
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Der Ozean ist Einheit, die Wellen sind Formen der dualen Welt, also auch Menschen, bestehend aus Gedanken und Körpern, also Gedankenformen. Eine einzelne Welle hat keinen Einfluss darauf, wie sie beschaffen ist und wie sie sich verhalten wird, ob sie Spaghetti oder Blumenkohl lieber hat, von welcher anderen Welle sie sich angezogen fühlt etc. Wenn sie aber denkt, sie sei getrennt von den anderen Wellen und vom Ozean, sich also mit einer Person identifiziert, akzeptiert sie diese Tatsache nicht. Sie hat das Gefühl, die Handelnde mit einem freien Willen zu sein. Sie wird jeweils – metaphorisch gesprochen – den physikalischen Gesetzen (Konditionierung) gehorchend mit anderen Wellen interagieren und sich mit ihnen verbinden (Beziehungen eingehen), wieder aufgespalten werden (Trennung einer Beziehung), verschwinden (Tod) oder neu entstehen (Geburt). |
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Wenn ich Lehrer über Wahrheit und Erwachen sprechen höre, habe ich das Gefühl, dass ich seit jeher so bin. Seit 2003 scheint so etwas wie ein Filter zwischen "mir" und der "Realität" zu sein. Ich erzählte dies auch meinen Eltern, lange bevor ich überhaupt etwas über Spiritualität hörte. Mit diesem Filter geht eine starke Müdigkeit, eine Anspannung und manchmal auch eine Depression einher, zusammen mit einem starken Gedankenfluss. Letztes Jahr habe ich einen tiefen Frieden erfahren, in dem alles Kämpfen endete. Doch ich bin irgendwie immer noch nicht ganz "zufrieden" damit. Ich falle von Zeit zu Zeit immer wieder in Leidenszyklen, und ich habe das Gefühl, ich "weiss" – wenn ich das so sagen darf – dass ich selbst in tiefstem Frieden nicht im "maximal möglichen" Sein bin. Ich hoffe, du kannst mir bei dieser Frage helfen. |
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Was du mir da beschreibst, scheinen verschiedene Zustände zu sein, die deinem Körper geschehen und dich verwirren, da du sie deuten und verstehen möchtest. Ich habe hier ein Konzept für dich: |
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Wer erwacht bei dir morgens früh, und wo bist du im Tiefschlaf? |
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Meine Definition von Tiefschlaf ist, dass im Tiefschlaf keine Person vorhanden ist, also niemand, der über sich nachdenkt und eine Identifikation mit einer Person, einem Körper, aufrecht erhält. Mit anderen Worten: Du kannst also im Tiefschlaf nirgendwo sein, denn es gibt dich dann gar nicht. Wenn du am Morgen erwachst, erwacht "mit dir" die Person, also das "kleine Ich", für das du dich hältst. Wenn aber das "kleine Ich" nicht mehr da ist, dann ist, so könnte man sagen, einfach unpersönliches Erwachen da. Es erwacht also "niemand" am Morgen. Die Grenze zwischen Tiefschlaf und Wachsein hat sich aufgelöst. |
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