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Satsang mit Oliver - Fragen und Antworten 6-10

Wer ist der Seher und Denker?

Da ist nur Sehen, da ist nur Denken. Da ist keiner, der sieht und denkt.

Was ist echter Trost?

Echter Trost ist, wie übrigens auch wahre Heilung, nur in der zeitlosen Präsenz des Seins möglich. Dort, wo Trennung und somit Leid nicht existiert, werden sowohl der Leidende, der Trost sucht, als auch der Leidende, der Trost spenden und so das Leid des andern mildern möchte, als Eins erkannt. Dann ist keine Trennung mehr da zwischen der leidenden und der tröstenden Person. Leid und Trost werden - von "niemandem" - als das Eine erkannt, das in der Dualität dieser Welt als zwei erscheint.

Auf wen bezieht sich die Vorstellung des Todes?

Die Vorstellung des Todes bezieht sich auf die getrennte Person, die denkt, sie sei geboren worden und werde sterben. Spricht man von Einheit, vom wahren Selbst, gibt es nichts was je geboren wurde oder sterben wird. Geburt und Tod sind Illusionen, Konzepte, die von der mit einem Körper identifizierten Person aufgebaut wurden. Verschwindet der Gedanke an eine getrennte Person, verschwindet sogleich die Vorstellung von Geburt und Tod. Geburt, Tod und Wiedergeburt werden als das Eine erkannt, das das Spiel des Lebens spielt.

Wie machst Du das eigentlich, so ganz ohne Körper?

Selbstverständlich ist da ein Körper. Doch er gehört niemandem. Er geschieht einfach. Er taucht auf, so wie alles in der Welt der Manifestation einfach auftaucht. "Ich" mache nichts. Man könnte sagen, dass einfach Handlungen stattfinden.
Das war übrigens schon immer so. Bei dir finden auch bloss Handlungen statt. Das kleine, mit dem Körper identifizierte "Ichlein" einer suchenden Person ist leider immer ein bisschen überheblich, was die vermeintliche Steuerung von Handlungen betrifft. Ähnlich wie ein Kind hinter dem Steuer eines Autos auf dem Karussell.

Im Satsang hört man oft, wenn ein Suchender eine Frage stellt, folgende Antworten: "Wem erscheint dies so?" Oder: "Ist da niemand, der dies verstehen kann?" Ich verstehe nicht, was damit gemeint sein soll. Ist das auf die (scheinbare) Person bezogen oder auf das Bewusstsein (das Sein)?

Grundsätzlich geht es im Satsang immer um dieselbe Gegenfrage: "Wer ist es, der Fragen stellt?"
Die Erforschung dieser Gegenfrage durch den identifizierten Verstand (also durch die scheinbare Person, die Fragen im Satsang stellt), führt zu einer Art Endlosschlaufe. Die Antwort kann von der fragenden Person nie gefunden werden, da mit dem Auftauchen der Antwort gleichzeitig die Identifikation wegfällt. Somit ist niemand mehr da, der die Antwort "behalten" und "konservieren" kann. Die letztendliche Erkenntnis hat am Schluss also niemand, da Erkenntnis in diesem Falle bedeutet, dass da nur DAS ist, das Eine, das Sein, und dass es im Sein kein "Entweder..., oder…" gibt, also auch keine Fragen und Antworten.
Das heisst aber nicht, dass sich der Fragende nun den Kopf darüber zerbrechen soll, wer jetzt dieses "Ich" ist, das die Fragen stellt. Es ist unnötig. Da ist nur Einheit. Das Ich, das Fragen stellt, ist Einheit, die als Ich, das Fragen stellt, erscheint. Es muss also nichts getan werden. Befreiung ist JETZT da. Du kannst dich entspannen und "es" geschehen lassen. Denn es ist ja bereits geschehen.

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