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Du sagst: Alles ist EINS. Aber ICH kann doch kein Objekt sein?
Wenn ich meinem Konzept gemäss sage, dass ALLES EINS ist, ist logischerweise auch ICH EINS. Ob du dir „ICH“ als ein Objekt vorstellst oder als was auch immer, ist vollkommen irrelevant in diesem Zusammenhang. Auch deine Vorstellung von einem ICH ist EINS.
Wer von uns zweien ist Gott?
Dem Konzept gemäss, wonach alles EINS ist (das Sein, der Ozean, Einheit, Gott) sind wir beide EINS und somit EINS mit Gott, so wie Wellen eins mit dem Ozean sind, auch wenn eine Welle denkt, sie sei getrennt von den anderen Wellen und vom Ozean.
Alles, was in dieser Welt der Dualität geschieht, ist eine Illusion, die scheinbar IN Gott, dem zeit- und raumlosen Non-Dualen, geschieht und der das kleine identifizierte "Ichlein" verfallen ist.
Das war jetzt ein spirituell-philosophische Konzept für deinen Verstand. Er kann es glauben oder nicht: es spielt keine Rolle, da es hier nicht um Glauben oder Nichtglauben geht. Die Welle kann so viel glauben, wie sie will: sie ist trotzdem frei und eins mit dem Ozean.
Du kannst nicht Gott sein. Sonst wäre sich ja das Bewusstsein nicht selbst gewahr, wenn Bewusstseinsinhalte wie das psychomentale Wesen "Oliver" eigenständig wären, oder?
Ich lege dir von Herzen nahe, die Worte dieser Seiten einfach auf dich einwirken zu lassen. Falls dir das nicht genügen sollte, findest du vielleicht Erfüllung bei anderen "Konzepte-Anbietern". Es geht hier einzig und allein darum, dass Erleuchtung nicht gesucht werden muss und dass du jetzt genau in diesem Moment bereits frei bist. Du hast die Brille auf, die du suchst.
Aber glaube mir, wenn ich sage, dass ich den Hunger deines Verstandes nach "Wahrheit", die man festhalten kann, verstehe. Mir ging es einst genauso. Doch irgendwann einmal wirst du diesen Hunger einfach sein lassen, um dann plötzlich im Schlaraffenland aufzuwachen, das du paradoxerweise nie verlassen hast.
Du willst frei sein? Dann schaue nicht auf den völlig belanglosen Finger des Meisters, wenn er dir den Mond zeigt. Lass die Versuche, den Finger (Dualismus) mit Hilfe von gedanklichen Konzepten mit dem Mond (Nondualismus) in eine logische Verbindung zu bringen. Es ist weder möglich, noch nötig. Habe Vertrauen und schaue auf den Mond. Dann wird automatisch Klarheit da sein.
| "Du musst den Lehrer nicht verstehen, sondern mit Hilfe seines Unterrichts dein Verstehen-WOLLEN von deinem persönlichen WOLLEN befreien. Erst dann kommt das Verstehen zu dir, und zwar nackt und stumm. ALLES versteht sich dann von Selbst. Dich braucht es dazu nicht mehr. Vor ca. drei Monaten hätte ich diese Freiheit auch nicht für möglich gehalten. Aber Olivers Satsang räumt dir alles aus dem Weg, da hast du gar keine andere Wahl als frei zu sein." Eine Leserin |
Erfährst du im Tiefschlaf auch deine wahre Identität, weil dann dein Bewusstsein nicht mehr objektbezogen ist?
Da ist niemand, der seine wahre Identität erfährt, weder im Tiefschlaf, noch im Wachsein. Es gibt keinen "Erfahrenden" der wahren Identität, weil jeder Erfahrende diese Identität IST (Subjekt = Objekt). So wie generell im Tiefschlaf die persönliche Identität weg ist (im Tiefschlaf existierst du nicht), ist sie es nun auch im Wachsein. Während also nachts "niemand", also keine Person schläft, wacht am Morgen "niemand" auf. Das nennt man "Erwachen". "Befreiung" schliesslich bedeutet, dass es niemanden mehr kümmert, ob jetzt sogenanntes "Erwachen" da ist oder nicht.
Aber ist nicht gerade DAS ein Beweis, dass du als "Niemand" da sein musst, sonst könntest du mir ja gar nicht antworten. Auch das Sprechen, das Schreiben, das Reden und das Aufwachen morgens sind doch alles Bewusstseinsfunktionen, was denn sonst?
Du versuchst hier, zwei Ebenen zu mischen, und zwar die duale Ebene dieses scheinbaren Universums mit der non-dualen Ebene, auf die ich immer hinweise. Es ist nicht notwendig, erst "verschiedene Stufen" der dualen Ebene zu verstehen, bevor du zur non-dualen "aufsteigen" kannst. Es ist vollkommen egal, ob die Stelle zwischen den Gliedern des Fingers des Meisters, der auf den Mond zeigt, behaart ist oder nicht. Das hat nichts mit dem Mond zu tun.
Du kannst Dir natürlich gerne vorstellen, dass da Einheit ist, die scheinbar als ein "Niemand" erscheint. Du kannst für "Niemand" jedes x-beliebige Wort einsetzen, das dir dabei hilft, die Vorstellung von Objekt und Subjekt, von Ursache und Wirkung der dualen Welt der Illusionen fallenzulassen. Dein Verstand klammert sich an diesen "Niemand", weil es für ihn nicht fassbar ist, dass meinem Konzept gemäss scheinbar einfach Formen aus der Einheit auftauchen, die selber auch Einheit sind. Grundlos. Zwecklos. Ursachlos. Der Verstand kann über Einheit nicht debattieren, sie nicht beweisen, da er nur teilen kann, was aber von der Einheit weg in die Zweiheit führt. Es ist wie die Singularität vor dem Urknall. Sie kann den Verstand um sich selber bringen, wenn er versucht, sie zu begreifen.
Doch es ist gar nicht notwendig, dass der Verstand begreift, damit Befreiung da ist. Das sogenannte "Verstehen", das du suchst, ist da, wenn der Verstand aufgibt. Damit verschwindest aber gleichzeitig du, sprich die philosophierende, identifizierte Person. Der Trennungsgedanke, der ja überhaupt dauernd Fragen aufwirft. Was übrig bleibt, wird je nach Konzept z.B. als "Niemand", als "Einheit", als "Stille", als "Sein", als "Selbst" oder als "Alles" bezeichnet. Es gibt keinen Begriff dafür, den der analytische Verstand akzeptieren würde. Er wird jeden Begriff immer in Beziehung zu anderen Begriffen setzen wollen, was von der Einheit wegführt.
Finde also heraus, WER es ist, der diese Fragen stellt. Ja genau, dies ist seit Ramana Maharshi DIE berühmte Satsang-Frage. Oder einfacher: Lass es geschehen, dass derjenige, der diese Fragen stellt, verschwindet.
| "Worte kann ich hinschreiben. Ob sie zu Vertrauen führen oder nicht ist Gnade." Oliver |